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Folgende Szene: Freitagabend direkt am Zürisee, Fischer‘s Fritz, «A Night at the Lake» (by Kiki und Nico Maeder). Tolle Stimmung, sexy Frauen, attraktive Jungs, feine Drinks a gogo – und dann das:

„Hi Jessy! How are you?“

„Hi darling, I’m fine. Wow, you look gorgeous!“

„Oh, so sweet of you Jessy. Thanks. You look also….ähm…good…ähm… Like a U.S.-President‘s wife!“

„Oh, you mean like Jackie Kennedy, yea? Great style, classy, charism?“

„Ah, well, no, actually more like – Laura Bush!“

„……grmpf….., good night…“

Boing!  Dies tat weh. Früher wurden mir immer wieder Ähnlichkeiten mit Jackie Kennedy aka Jackie O. nachgesagt –  frisur-technisch natürlich. Und nun bin ich bei Laura Bush angelangt – what a comedown … . Nicht nur stylish gesehen trennten diese First Ladies Welten voneinander, sondern auch was ihren Männergeschmack betraf. Lieber Jackies umtriebigen JFK, der die Puppen tanzen liess, als einen Bush Junior, der als Daddy‘s Marionnette stolpernd durch die Welt tänzelte.

Nach diesem Abend habe ich eifrig nach Parallelen zwischen den beiden First Ladies gesucht – und logischerweise keine gefunden. Doch dank dem alten Lüstling Larry Flint bin ich auf ein Wortspiel gestossen, das schlussendlich überhaupt nichts mit der oben erwähnten Szene zu tun hat, und doch Fragen in mir aufkommen liess.

1975 veröffentlichte Larry Flint in seiner Hochglanzschmuddel Zeitschrift „Hustler“ Paparazzi Bilder der bestgekleideten Frau der Welt, jedoch ohne Stoff. Nackt. Füddliblut. Blank. So wie Gott sie schuf: Jackie und ihren Bush.

Ja, liebe junge Leserinnen, ihr habt richtig gelesen! Früher war das mit der Intimrasur oder eben -nicht-rasur, noch rau, wild, verdichtet, it was a jungle out there, bzw. down there.

Da hörte sich das Bettgeflüster noch so an:

„Oh Schatz, komm doch wieder mal hooo-och, du bist schon soooo lange daaa-haaaa, hui, unten“. Er so (nasal): „Kann nicht, lese das Dschungelbuch, ist grad so spannend!“

Oder:

Sie so: „Oh, ja, Tarzan, mach Cheetah glücklich!“

Oder:

Er so (immer noch nasal): „Perfekt Schatzi, brauche die Zähne nicht mehr zu putzen, habe genügend Zahnseide.“

In den 90er Jahren wurden dann die ‚Landebahnen‘ eingeführt, will heissen: vom Voll-busch zum eingemitteten Halbbusch.

Dann hörte sich die Bettszene folgendermassen an (so oder so nasal):

« We’ve already started our descent procedure into Kongo. We expect to land in 3 seconds, 10 minutes before our scheduled time. The weather is quite humid and the temperature is 100 degrees Celsius.We wish you a pleasant stay and we hope to hear you again very soon. On behalf of all our crew, Mike, Tom, Chris and me, we thank you for choosing Cunilingus Air. »

Und heute, das habe ich mir von mehreren Gynäkologen sagen lassen, ziehen die jungen Mädels komplett blank: Schluss mit Busch. Wäx to the mäx! Read my lips!

Ich fragte mich, wie kann eine Intimbehaarung solch einen fashion trend auslösen, und das offensichtlich seit dem Neandertaler? Die Antwort gab ich mir selber. Denn ich entschied mich kurzerhand auch mal meine Beine und so zu waxen. So ging ich ohne grosse Vorahnung zu meiner Lieblings Kosmetikerin Tanja Guye von den Glamazons im Seefeld.

Meine Erkenntnis nach dem fast-schmerzfreien-Ritsch-ratsch? GENAU: Ich war ganze 20 KG leichter!

Unglaublich. Hierauf musste ich umgehend Sushi essen gehen, und traf da einen Bekannten, der per Zufall auch noch Komiker ist und Midi Gottet heisst, vor dem Fischladen und erzählte ihm mein neuestes Aha-(aua)-Erlebnis voller Freude. Er meinte trocken: „Bring doch den ‚Inhalt‘ zur Fischer Bettwarenfabrik in Wädenschwil“.

Herr Fischer von der Fischer Bettwarenfabrik in Wädenschwil wollte meinen ‚Inhalt‘ dann aber leider doch nicht, da er ja bloss Daunen von toten Tieren benutzt – und da ich das Zeitliche ja dann doch lieber noch nicht segnen wollte, liess ich es halt bleiben.

Nun bin ich gespannt was als nächstes auf uns zukommt. Back to the roots? Ich werde auf alle Fälle meinen Riecher offen halten.

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